Blindenführhunde

Unser Erfolg ist kein Geheimnis!

Wer oder was ist ein Blindenführhund?

Ein individuell angepasstes Hilfsmittel Blindenführhund. Mit uns sind blinde Personen geführt unterwegs.                                                                      

Sachlich beschrieben ist er eine Mobilitätshilfe.

Menschlich gesehen ist der Blindenführhund ein sehr gut erzogener Hund, der durch seine Spezialausbildung imstande ist dem Menschen auf seinen täglichen Wegen das fehlende oder eingeschränkte Augenlicht zu ersetzen.
Er muss wesensmäßig einwandfrei und darf nicht aggressiv, nicht ängstlich sein, soll nicht jagen und muss von der Größe her entsprechen.
Die Frage "wie geht das?" ist sehr einfach zu beantworten. Der Blindenführhund wird derart ausgebildet, dass er wenn er im Führgeschirr arbeitet z.B. allen Hindernissen bestmöglich ausweicht oder diese anzeigt, damit sich der Halter über deren Beschaffenheit und oder Gefährlichkeit informieren kann. Leider kann sich der Hund uns nicht erklärend mitteilen und eine gefällige Beschreibung liefern. Er hält an Treppen oder Gehsteigkanten an, sodass sein Halter mit zu Hilfenahme seines Taststockes erkennen kann, ob die Treppe hinauf oder hinunter führt. Oder der Hund sucht auf Hörzeichen einen Zebrastreifen, Lift und andere Nahziele auf und führt seinen Besitzer rasch und sicher durch Fußgängerzonen, Straßenverkehr, an feststehenden und flexiblen Hindernissen vorbei. Einige weitere Aufgaben sind Schalter anzeigen, Wege rechts oder links aufsuchen und vieles mehr. Er vollbringt somit eine Reihe von Intelligenzleistungen für seinen blinden Menschen.

Dein Partner mit der kalten Schnauze
Eine Information zum Blindenführhund und über die Blindenführhundeschule Bürger
Der gut ausgebildete Blindenführhund bietet trotz moderner elektronischer Orientierungs­hilfen und weißem Langstock blinden und stark sehgeschädigten Menschen viele weitere Vorteile. Durch den Zugewinn an Mobilität und Selbstsicherheit sowie zur besseren Bewältigung des Straßenverkehrs ist das älteste Hilfsmittel des blinden Menschen aktueller denn je.
Gerade in der heutigen Zeit ist er seinem Besitzer eine nützliche Hilfe im täglichen Leben.
Ein treuer vierbeiniger Begleiter verschafft dem Führhundehalter mehr Bewegungsfreiheit
und Unabhängigkeit. Durch den Hund ist es dem Menschen möglich seine Behinderung nahezu völlig auszugleichen.
Dies macht ihn zu einer einzigartigen Mobilitätshilfe. Er ermöglicht seinem Besitzer ein rasches, entspanntes und unumstritten sicheres Gehen selbst im dichten Menschengedrän­ge. Ein eingespieltes Führgespann bewegt sich ähnlich einem sehenden Fußgänger.
Der Hund geht mit erhobenem Kopf, die Umgebung beobachtend dort, wo es für den Führ­hundehalter am bequemsten ist und er Hindernisse am besten umgehen kann, ohne die vorgegebene Richtung aus den Augen zu verlieren.
Durch Einhalten einer geradlinigen Gehrichtung und flüssigen Ausweichbewegungen wirkt das Gehen mit dem Blindenführhund weitaus eleganter, als ohne diesen.
Über das weiße Führgeschirr mit starrem Führbügel werden geringste Bewegungen des Hundes an die Hand des Halters weitergeleitet, so dass er auch bei schnellen Ausweichbe­wegungen seinem vierbeinigen Helfer gut folgen kann.
Der gut ausgebildete Blindenführhund umgeht also jegliche Art von Hindernissen oder zeigt sie durch Stehen bleiben an.
Seien das nun auf dem Gehweg parkende Autos, abgestellte Fahrräder, Mülltonnen, Laternenpfähle oder mobile Hindernisse wie Fahrradfahrer oder im Weg stehende Passanten.
Auch Bodenhindernisse' wie Pfützen oder Wasserrinnen beachtet er entsprechend.
Bei unumgehbaren Hindernissen, wie das bei Totalabsperrungen der Fall sein kann wirt er diese durch anhalten anzeigen. Wenn möglich wird er auf das entsprechende Hörzeichen den richtigen Weg suchen.
Selbst Höhenhindernissen wie Schranken, Absperrketten, herabhängenden Ästen, heraus­ragenden Briefkästen oder in Kopfhöhe angebrachten Hinweisschildern, die für den Lang­stockgeher ziemlich gefährlich werden können, weicht er aus oder verweist sie. Auf be­stimmte Hörzeichen hin sucht der Blindenführhund Türen, Treppen, Fußgänger Übergänge, Wege, Ampeln, Briefkästen, Ausgänge oder Sitzgelegenheiten.
Wer mit dem Langstock unterwegs ist, weiß, wie mühsam es sein kann, einen Ampelpfos­ten oder eine Parkbank zu finden.
Das ist für den vierbeinigen Helfer kein Problem.
Im Rahmen der Nahzielführung kann man dem Hund beibringen, mittels eines Hörzei­chens einen bestimmten Ort anzulaufen, z. B. das Büro, den Bäcker, die Post oder die Bahn.
Er wird also dann alltägliche Wege auf das entsprechende Hörzeichen hin selbständig er­ledigen.
Das kommt einem besonders dann zugute, wenn man sich auf Grund von Kopfschmerzen oder anderer gesundheitlicher Probleme einmal nicht so gut orientieren kann. Allerdings wird er es nur dann verlässlich  tun wenn er weis dass er sonst immer und ständig kontrolliert wird.
Für den mobilen Führhundehalter besteht die Möglichkeit, sich mit Hilfe seines Hundes rasch und sicher in fremder Umgebung zu bewegen. Um seinem Vierbeiner die ent­sprechenden Hörzeichen geben zu können, muss sich der blinde Fußgänger, wie ein Sehen­der auch, den Weg beschreiben lassen oder sich einfach durchfragen.
Dabei ist es besonders in fremder Umgebung sehr beruhigend zu wissen, dass der vierbei­nige Helfer auf das entsprechende Hörzeichen hin an den Ausgangsort zurückführt. Ob das nun die Bushaltestelle, der Bahnhof, das Hotel, die Wohnung von Bekannten oder das eige­ne Heim ist, spielt dabei keine Rolle.
So kommt ein blinder oder stark sehgeschädigter Verkehrsteilnehmer mit seinem gut aus­gebildeten Blindenführhund ohne große Anstrengung an sein Ziel und natürlich auch wie­der zurück gelangen.
Dagegen fordern eine sich ständig ändernde Umwelt und ein immer stärker werdendes Ver­kehrsaufkommen vom Langstockgeher einen großen Einsatz an Konzentration und Ner­venkraft. Das Gehör wird durch den heutigen Straßenverkehr, Baustellenlärm, Menschen­gedränge usw. voll gefordert, häufig sogar überfordert.
Selbst stark sehgeschädigten Menschen ermöglicht der Führhund ein unumstritten sicheres Gehen. Somit kann der vorhandene Sehrest effektiv zur Orientierung eingesetzt werden das Führen übernimmt der Vierbeiner.
Durch vermehrte Bewegung trägt der Blindenführhund außerdem zur Verbesserung und Erhaltung der Gesundheit seines Halters bei. Kreislauf und Stoffwechsel werden angeregt, womit gerade bei Diabetikern schon fantastische Erfolge erzielt wurden.
Bei sitzenden Tätigkeiten oder einseitig gebückter Haltung, wie das beim Masseur der Fall ist, sorgt er für den nötigen Ausgleich im Alltag.
Der treue Begleiter steht immer zur Verfügung und man braucht nicht zu warten, bis eine sehende Begleitperson Lust und Laune hat, einen Spaziergang oder eine Wanderung zu un­ternehmen.
Für viele Führhundehalter bedeutet das selbständige Gehen mit dem Blindenführhund per­sönliche Freiheit und Unabhängigkeit von Begleitpersonen. Oftmals wird dadurch auch der Partner entlastet.
Aber nicht nur als Mobilitätshilfe, sondern auch als Kommunikationsmittel wird Ihnen der Blindenführhund dienlich sein. Ein gut harmonierendes Führgespann fällt positiv in seiner Umgebung auf.
Das oft geäußerte Mitleid für den Blinden wandelt sich zur Bewunderung für das Führge­spann. Die sehenden Mitmenschen interessiert die Arbeitsweise des Hundes.
Daneben hilft der Führhund mit seinem freundlichen Wesen, die bestehende Hemm­schwelle zwischen sehenden und blinden Personen zu überwinden. So entstanden schon sehr viele Bekanntschaften.
Zudem ist der vierbeinige Helfer dem blinden Menschen auch ein echter Freund und Ge­fährte.
In Haus und Wohnung oder am Arbeitsplatz ist er ein ausgeglichener, wohlerzogener, an­hänglicher Partner. Er ist immer da, ohne einem auf die Nerven zu gehen.
Bei ihm findet man immer Gesellschaft, Einsamkeit wird zum Fremdwort.
Sollten Sie sich für einen Blindenführhund entscheiden, beachten Sie bitte folgendes: Ihr Hund ist ein lebendiges Wesen, das Liebe und Anerkennung braucht und auch in seiner Freizeit beachtet werden möchte.
Es ist wichtig, dass Sie mit ihm spielen und ihm genügend Auslauf bieten. Er muss min­destens dreimal täglich die Möglichkeit haben, frei zu laufen, um sich zu lösen und Kon­takt zu seinen Artgenossen aufzunehmen. Ansonsten erfordert die Haltung des Führhundes die gleiche Konsequenz, wie sie für die Haltung des Hundes im Allgemeinen zu beachten ist.
Wenn Sie an dies bedacht haben, bereit und in der Lage sind, die Verantwortung für ein Tier zu übernehmen, steht einer Partnerschaft zwischen Ihnen und einem Blindenführ­hund nichts mehr im Wege.
 

 

Ein wenig Historie
Die nachfolgenden Zeilen sind einem ganz besonderen, lebenden "Hilfsmittel“ gewidmet: dem Blindenführhund. Im Laufe von Jahrtausenden haben sich zwischen Mensch und Hund besonders enge Beziehungen entwickelt, die sich nicht nur in dem häufig geradezu innigen Verhältnis zwischen Halter und Hund, sondern auch in den vielen Aufgaben zeigen, die der Hund für den Menschen übernehmen oder zumindest unter bestimmten Voraussetzungen erfüllen kann. Auch gerade zwischen dem Blinden und seinem Hund bestand schon im Altertum ein enges Verhältnis. Schon auf Fresken und altertümlichen Abbildungen sieht man Blinde, die sich von einem Hund führen lassen. In einer Biographie des heiligen Franziskus aus dem 13. Jahrhundert lesen wir von einem Blinden, der sich "von einem Hündlein führen ließ“.  Nachdem diese ersten Ansätze zunächst wieder in Vergessenheit geraten waren, machte nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges der Wiener Arzt Dr. Sennfelder den Vorschlag, Blindenführhunde auszubilden, doch fand er in Österreich mit seinem Vorhaben keine Befürworter. Die erste eigentliche Blindenführhundschule wurde dann durch den Deutschen Verein für Sanitätshunde unter seinem damaligen Vorsitzenden, Geheimrat Stallind, in Oldenburg gegründet, wo im Oktober 1916 einem Kriegsblinden der erste ausgebildete Führhund übergeben wurde. 1923 wurden dann in anderen Regionen ähnliche Einrichtungen geschaffen, von denen aus der Blindenführhund seinen Siegeszug in die ganze Welt antrat.
Seither helfen Führhunde vielen Blinden und Sehbehinderten ein gutes Stück Bewegungsfreiheit und Unabhängigkeit zu gewinnen und so ihr Leben durch mehr Mobilität besser zu meistern. Der gut ausgebildete Führhund ist aber bis heute nicht nur eine optimale Mobilitätshilfe, sondern außerdem ein guter Kamerad, und zu alledem noch eine ausgezeichnete Kommunikationshilfe, denn er fördert den zwischenmenschlichen Kontakt seines Halters zu Sehenden. Wer sich der effizienten Hilfe eines Führhundes bedienen möchte, darf aber nie vergessen, dass der Hund keine Maschine ist, sondern ein Lebewesen, das Verständnis, liebevolle Behandlung, Kontrolle, Motivation und Zuwendung benötigt. 
 
 
Was bringt ein Blindenführhund?

Ein Blinder ist selbstverständlich in der Lage, sich in seiner Wohnung frei und ohne fremde Hilfe zu bewegen. Auch im Freien kann er sich in ruhigem bekanntem Gelände allein helfen. Dies erfordert jedoch bereits eine gewisse Konzentration und ein gut fundiertes Mobilitätstraining kann von enormem Vorteil sein. Wenn starker Verkehrslärm, Baustellen, Menschengedränge usw. hinzukommen, ist es für einen Nichtsehenden ohne Hilfsmittel nicht möglich, den Verkehr zu meistern, ohne sich und andere zu gefährden. Ein gut ausgebildeter Blindenführhund ist in der Lage, nach Einarbeitung mit seinem Herrn alle gewünschten Wege zu gehen und beide werden sicher ans Ziel gelangen. Die notwendigen Anweisungen wie Richtungsänderungen, Straßenüberquerungen, Anlaufen von Unter- bzw. Überführungen, das Aufsuchen von Türen, Zebrastreifen, Ein- und Aussteigen bei öffentlichen Verkehrsmitteln, erhält das Tier von seinem Besitzer. Dies setzt voraus, dass der Blinde den Weg kennen muss. Ist dies nicht der Fall, so muss er sich, wie das jeder Sehende in einer fremden Umgebung auch tut, seinen Weg erfragen.
Wichtig ist dabei, dass der Blinde weiß, dass er sich völlig auf seinen vierbeinigen Begleiter verlassen kann, dass er nicht auf Hindernisse, wie Pfähle, Briefkästen, geparkte Autos und Absperrungen achten muss, weil die Zusammenarbeit mit seinem Führhund dies erlaubt. So kann er sich darauf konzentrieren, den fremden Weg zu erfragen und die erhaltenen Anweisungen an seinen Hund mittels Hörzeichen weiterzugeben.
Wichtiger Hinweis für Erstführhundhalter: Bevor Sie mit Ihrem Hund die oben beschriebenen Schwierigkeiten meistern können, müssen Sie mit dem Tier einen längeren Einarbeitungslehrgang absolviert haben. Besonders bewährt hat es sich, einen Teil dieses Lehrgangs an unserer Blindenführhundschule, und den zweiten Teil an ihrem Wohnort zu absolvieren. Sie haben vielleicht schon gehört, dass für das Training mit dem Langstock mindestens 60 Stunden angesetzt werden. Der Langstock ist ein lebloser Gegenstand, der keinerlei Eigeninitiative entwickeln kann. Wenn man schon für einen solchen Lehrgang einige Wochen benötigt, so müsste es für jedermann selbstverständlich sein, dass eine mindestens ebenso lange Zeit benötigt wird, um den Blinden und seinen Führhund zu einem gut funktionierenden "Gespann" zusammenzuführen. Blindenführhund und Halter müssen Zeit haben, sich aneinander zu gewöhnen und der Führhudehalter mit dem Ausbilder alle Verkehrssituationen durchsprechen und in der Praxis üben.
Blindenführhunde kann man nicht "an der Haustür" kaufen oder bei ebay, und auch Kurzlehrgänge sind für ein sicheres Zusammenarbeiten völlig unzureichend. Mit einem gut ausgebildeten Führhund und nach einem geziegelten Einführungslehrgang können sie also in jeder Umgebung in welcher sie sich orientieren und den Hund einsetzen können laufen. Ob nun im Dorf, auf dem Lande oder in der Stadt, sie werden in hohem Maße unabhängig werden. Als Führhundehalter ist es ihnen möglich, völlig entspannt Spaziergänge oder Wanderungen zu unternehmen. Das zügige Gehtempo und die fließenden Ausweichbewegungen des Tieres können sie ergänzend mittels Hörzeichen ihren speziellen  Wünschen anpassen. Auch Zuckerkranke haben mit ihrem Vierbeiner bereits erstaunliche Erfolge erzielt. Unter günstigen Umständen kann die Einnahme von Insulin reduziert werden. Der "Begleiter", der Blindenführhund ist ständig zur Stelle. Durch mehr Bewegung sinkt der Zuckerspiegel und weniger Insulin wird benötigt.
 

Der Blindenführhund als Mobilitätshilfe

Wenn sich ein Blinder in der Hauptverkehrszeit zu seinem Arbeitsplatz durchgekämpft hat, ist er oft sehr erschöpft. Der Führhundehalter kommt ohne Nervenbelastung mit seinem Hund am Arbeitsplatz an und er weiß, sein Hund wird ihn am Abend wieder sicher an seinen Wohnsitz bringen.

Zwischenmenschliche Kontakte:

Ein "Gespann", Blinder mit Führhund, das gut zusammenarbeitet, fällt positiv auf. Viele Menschen sind an der Arbeit des Hundes interessiert und sprechen den Besitzer an. Oft haben sich aus solchen Gesprächen Bekanntschaften und Freundschaften zwischen Blinden und Sehenden entwickelt. So trägt der Blindenführhund dazu bei, den Blinden aus seiner Isolation herauszuführen.

Gewinn an Selbstsicherheit:

Wenn man mit einer sehenden Begleitung beim Arzt oder bei einer Behörde auftritt, so wird oft die Begleitung angesprochen: "Was fehlt ihm denn?" "Setzen Sie ihn bitte dahin." Der Blinde mit Hund wird direkt angesprochen.
 
 
Info der BLINDENFÜHRHUNDESCHULE Bürger

Unsere Schule:

Unser Schulungsprogramm enthält alle internationalen Anforderungen. Wir sind seit 1996 ordentliches Mitglied der Internationalen Vereinigung von Blindenführhundeschulen.
 
Der Blindenführhund, wer oder was ist ein Blindenführhund?

Sachlich beschrieben ist er eine Mobilitätshilfe.
Menschlich gesehen ist ein Blindenführhund ein sehr gut erzogener Hund, der durch eine Spezialausbildung imstande ist, dem blinden Menschen auf seinen täglichen Wegen das Augenlicht zu ersetzen. Er muss wesensmäßig einwandfrei und darf nicht aggressiv, nicht ängstlich sein, soll nicht jagen und muss von der Größe her entsprechen damit man nicht darüber stolpert!


Man wird sich fragen: Wie geht das?

Der Blindenführhund wird derart ausgebildet, dass er (wenn er in seinem Führgeschirr für seinen Herrn arbeitet) z.B. allen Hindernissen bestmöglich ausweicht oder sie anzeigt, damit sich der blinde Mensch über diese informieren kann.

Er bleibt an Treppen oder Gehsteigkanten stehen. Der Blinde erkennt dann mit Hilfe seines Stockes oder mit Beinarbeit, dass eine Treppe hinauf oder hinunter führt. Oder der Hund sucht für seinen Herrn einen Zebrastreifen auf und führt ihn sicher durch den Verkehr auf die andere Straßenseite.

Weitere Aufgaben des Blindenführhundes sind:
- Anzeigen eines Liftes/Aufzuges
- Anzeigen eines Schalters z.B. in Post oder Bank
- er erkennt die Befehle "rechts", "links" und "voran"
- er führt auf ein Kommando mit Zuhilfenahme von Bus oder
  U-Bahn quer durch die Stadt, z.B. ins Büro
und er vollbringt noch eine Reihe anderer Intelligenzleistungen für seinen blinden Herrn, weil er sich nicht zuletzt bis 75 Hörzeichen und mehr merken kann!

Wie wird ein Hund ein Blindenführhund?

Als Welpe, im Alter von ca. drei Monaten, wird er nach genauen Richtlinien ausgesucht. Die wesensmäßig geeigneten Hunde werden dann an "Patenfamilien" abgegeben. Übrigens: Patenfamilien werden immer gesucht!
Im Familienverband wachsen die Hunde bis zum Alter von einem Jahr heran. In dieser Zeit sollen sie soviel wie möglich kennen lernen - Straßenverkehr, Busfahren, andere Haustiere, mit Kindern spielen. Eben alles was auch ein anderer Junghund kennen lernt.
Im Alter von ein bis zwei Jahren kommt der Hund in unsere Schule zurück und es wird dann mit der eigentlichen Ausbildung begonnen. Die Ausbildungszeit beträgt durchschnittlich 8 Monate und wird mit einer Prüfung abgeschlossen.
Nach einer Ein- und Zusammenschulung mit seinem zukünftigen Führhundehalter wird das "Führgespann" in die "Freiheit" entlassen.

Einige Bitten von uns und Führhundehaltern an seine sehenden Mitmenschen:

Wie verhalte ich mich bei der Begegnung mit einem Führgespann?

Man muss, wie der blinde Mensch auch, dem Hund im Führgeschirr vertrauen. Es ist vielleicht nicht zu glauben, aber der Hund weiß, was er zu tun hat, und der Blinde Mensch wie er seinen Führhund einsetzen kann. Achten sie darauf dass er nicht gestört oder gar mutwillig von Passanten oder Hunden behindert wird.
Bitte behindern Sie das Führgespann nicht, indem Sie den blinden Menschen an der Hand nehmen und einfach über die Straße führen, oder den Hund am Halsband festhalten. Begegnen Sie dem blinden Menschen mit seinem Hund wie jedem anderen Menschen:
- weichen Sie wenn notwendig etwas aus,
- laufen Sie nicht selbst blind durch die Gegend und stolpern
  Sie nicht über den Hund,
- helfen Sie nur, wenn man Sie darum bittet
- oder wenn es offensichtlich ist, dass Hilfe benötigt wird,
  fragen Sie bitte erst, wie Sie helfen können!
- akzeptieren Sie auch mal ein "nein danke"

Wir stehen jederzeit gerne für weitere Informationen zur Verfügung.


Die Österreichische Schule für Blindenführhunde gehört zu den erfolgreichsten Anbietern der neuzeitlichen Führhundeversorgung und ist seit 1988 auf dem regionalen und überregionalen Markt tätig. Unser Hauptgeschäft ist die professionelle Ausbildung, Vermittlung, Einschulung und Nachbetreuung von Blindenführhunden und anderen Service- und Assistenzhunden.

Gegründet wurde die Österreichische Schule für Blindenführhunde zunächst als Familienbetrieb mit zwei Mitarbeitern. Inzwischen ist die Zahl der Angestellten auf vier gestiegen, daneben auch eine steigende Anzahl von Patenfamilien. Sie bilden ein motiviertes und engagiertes Team, und jeder Einzelne ist immer bestrebt, unseren Hunden und Kunden den maximalen Erfolg zu rüberzubringen.
Wir bilden unsere Hunde nach modernen tierpsychologischen und pädagogischen Aspekten mit sehr viel Liebe und Geduld aus. Nicht mit Schlägen oder Drill, genau genommen ist es ein Erfahrungslernen mit erst mal nur positiver Verstärkung. Der Hund soll ja Freude bei der "Arbeit" haben und genau das wollen wir erreichen.

Die Hunde werden abwechselnd in unseren beheizten Zucht- und Zwingeranlagen wie auch im Haus untergebracht. Das Auslaufgelände ist etwa 3.000 m² groß.
Betreut werden die Hunde von einem engagierten und fachlich gut ausgebildeten Team welches aus vier hauptberuflichen Mitarbeitern, etwa 20 nebenberuflichen bzw. teilzeitbeschäftigten Hilfskräften besteht.

Wer kommt für uns als Führhundehalter in Frage?
Blinde oder sehbehinderte Personen zwischen 14 u. 80 Jahren
Wir schließen uns aufgrund unserer Erfahrung der internationalen Meinung an, dass der Blindenführhund zwar das flexibelste Hilfsmittel für betroffene Personen ist, aber der Einführungslehrgang den Schlüssel zur Partnerschaft zwischen Tier und Mensch darstellt.
Der Einführungslehrgang unterstützt nicht nur das Erlernte beim Hund zu erhalten. Nein erst der richtige Umgang mit dem Tier befähigt den Führhundehalter den Hund für sich so einzusetzen, dass er ihm eine Unterstützung für seine Mobilität und Orientierungsfähigkeit bietet. Leider ist es eine weit verbreitete Meinung dass, wenn der Hund gut ausgebildet ist dieser von alleine weiß, was er zu tun hat. Diese Ansicht ist völlig daneben, obwohl sie sehr häufig anzutreffen ist.

Zum Besuch an unserer Schule sind alle Interessenten, Freunde und Gönner sehr herzlich eingeladen.  (Wir bitten um vorangehende Terminabsprache.)

Für allfällige Anfragen stehen wir jederzeit und gerne zur Verfügung.

 

 

 



 

Zurück