Einschulung
Einführungslehrgang
Die gezielte
Einschulung entscheidet über den Erfolg des Gespanns als
Team!
DER BLINDENFÜHRHUND ist bei gutem Einsatz durch
den Halter ein einzigartiges Hilfsmittel.
Auch in unserem technischen Zeitalter ist der Blindenführhund als Mobilitätshilfe die richtige Wahl um sich in seiner näheren und weiteren Umgebung wie Straßenverkehr zu bewegen. Umso besser die Orientierung des Halters umso einfacher ist es den Führhund einzusetzen und zu kontrollieren. Gerade bei dem heutigen Straßenverkehrsaufkommen ist der Blindenführhund eine optimale Hilfe zur Mobilität von sehbehinderten und blinden Personen.
Beim stressfreien Führen ist der Blindenführhund in der Lage nicht nur Hindernissen auszuweichen sondern auch Gefahrenzonen im Straßenverkehr zu erkennen und seinen Halter durch Anhalten oder Sperren und entsprechendes Ausweichen vor Schlimmen zu bewahren. Die Standardausbildung der Hunde zum Blindenführhund dauert bei uns ca. 6 bis 9 Monate.
Die richtige Deutung des Führverhaltens des Hundes ist durch nichts zu
ersetzen. Eine Unterstützung durch effektive Motivation aber auch
ausreichende Korrektur ist unerlässlich. Doch die kann der Halter nur
geben wenn ihm eine gute Orientierung möglich ist.
Aus diesem Grund werden Prüfungen in der für den Führhundehalter
vertrauten Umgebung abgenommen. Nämlich in einer Umgebung, in welcher es
dem Menschen möglich ist seiner Mobilität gemäß
einigermaßen richtig zu agieren und zu reagieren.
Weil er sich ablenken lässt, er ist halt keine Maschine. Der gute
Blindenführhund ist eben ein lebendiges Hilfsmittel mit Herz und
Seele. Für den blinden Menschen ist es nicht immer klar zu erkennen ob und
in welcher Form der Hund im Moment abgelenkt ist.
Die gezielte
Einschulung entscheidet über den Erfolg des Gespanns als
Team!
Der Einschulungslehrgang ist
mitunter der wichtigste Teil bei einer guten
Blindenführhundeversorgung.
Neben einer gut Fundierten Ausbildung ist die Einführung mit dem
Zukünftigen Führhundehalter enorm wichtig.
Man darf nicht davon ausgehen das ein gut Ausgebildeter Blindenführhund
jeden ohne weiteres Führen kann. Diese Einstellung ist ebn Grund
falsch.
Im persönlichen Gespräch entwickeln wir mit Ihnen ein Konzept. Mit
Kompetenz und Flexibilität begleiten wir Sie bei der Umsetzung. Wir stehen
Ihnen jederzeit zur Verfügung, auch für kurzfristige
Wünsche und Änderungen wie auch zur Nachbetreuung.
DER BLINDENFÜHRHUND ist bei gutem Einsatz durch
den Halter ein einzigartiges Hilfsmittel.Auch in unserem technischen Zeitalter ist der Blindenführhund als Mobilitätshilfe die richtige Wahl um sich in seiner näheren und weiteren Umgebung wie Straßenverkehr zu bewegen. Umso besser die Orientierung des Halters umso einfacher ist es den Führhund einzusetzen und zu kontrollieren. Gerade bei dem heutigen Straßenverkehrsaufkommen ist der Blindenführhund eine optimale Hilfe zur Mobilität von sehbehinderten und blinden Personen.
Beim stressfreien Führen ist der Blindenführhund in der Lage nicht nur Hindernissen auszuweichen sondern auch Gefahrenzonen im Straßenverkehr zu erkennen und seinen Halter durch Anhalten oder Sperren und entsprechendes Ausweichen vor Schlimmen zu bewahren. Die Standardausbildung der Hunde zum Blindenführhund dauert bei uns ca. 6 bis 9 Monate.
Einführungslehrgang
Beim Einführungslehrgang wie auch später im Alltag ist es besonders
wichtig dass man die Hörzeichen korrekt und für den Hund deutlich
vernehmbar anwendet. Geschieht dies nicht, kommt es zu Fehlverhalten des
Führhundes, es erhöht den Stresspegel so sehr dass es im
weiteren Verlauf der Führarbeit zum völligen Versagen führen
kann. Gerät der Hund derart in Stress können Unfälle geschehen
oder er verweigert das Weiterlaufen. In jedem Fall ist er nervlich
überlastet, woraus man ganz klar erkennen kann wie wichtig eine
Einschulung ist. Ohne weiter etwas dazu zu sagen ist an dieser Stelle eindeutig
klar, dass der Hund nicht wirklich jeden beliebigen führen kann.
Einschulung bedeutet erst einmal Gewöhnung an seinen neuen Halter und
dessen genaue HÖZEICHENGEBUNG, sowie die Anpassung an Führ- und
Ausweichbewegungen.
Die richtige Deutung des Führverhaltens des Hundes ist durch nichts zu
ersetzen. Eine Unterstützung durch effektive Motivation aber auch
ausreichende Korrektur ist unerlässlich. Doch die kann der Halter nur
geben wenn ihm eine gute Orientierung möglich ist.
Nur wenn dies alles ohne wenn und aber klappt ist der gut ausgebildete
Führhund in der Lage zu führen und seine Fähigkeiten unter
Beweis zu stellen. Die Bewegungen des Hundes werden mittels Führgeschirr
an die Hand des Halters übermittelt, wodurch diesem ermöglicht wird
den Bewegungen des Hundes zu folgen und sich so den Laufbewegungen anzupassen.
Wobei eine örtlich-räumliche Orientierungsmöglichkeit des
Halters von Vorteil ist (wegen Stressbelastung und dadurch bedingte unkorrekte
Hörzeichengebung und keine Möglichkeit der Kontrolle des
Führverhaltens). Ohne Orientierungsmöglichkeit des Halters ist ein
sicheres Laufen nur dann möglich wenn der Lauf möglichst ohne
Stress und die Zusammenarbeit von Führhundehalter und Hund für
beide sehr vertraut und geübt ist. Im anderen Fall ist ein sehr rasches
Überlasten des Gespannes von beiden Seiten vorprogrammiert.
Unsere Hunde erlernen während ihrer Ausbildung eine Reihe von
Hörzeichen, es sind so an die 76, damit kann nahezu jede Situation dem
Führhund durch Anweisung unmissverständlich übermittelt werden.
Ist das Gespann bereits gut eingespielt werden sie einander ergänzen,
Bordsteinkanten, Treppen, Zebrastreifen, Lift und so weiter wird der Hund
verlässlich anzeigen und der Halter kann sich rasch und ohne ihn zu
stören bewegen. Erst jetzt sind Halter und Hund ein Team und bereit
für eine Teamprüfung bzw. Gespannprüfung und das bereits am Ende
des Einführungslehrgangs und nicht erst nach Wochen oder gar
Monaten.
Unsere tierpsychologische, kynopädagogische, humane Ausbildung erlaubt dem
Hund ein Erfahrungslernen durch Positiver Verstärkung. Der auf diese
Vorgabe geschulte Führhund bietet seinem Halter die meisten Vorteile, ein
Leben ohne Stress für beide. Das Team profitiert so in physischer wie auch
in psychischer Hinsicht: sie bleiben fit, gesund und ausgeglichen, der Alltag
ist ein angenehmes Erleben und keine zusätzliche Belastung. Mit einem
Blindenführhund aus unserer Schule werden täglich anfallende
Besorgungen und Wege zu einem entspannten Ausflug.
Ohne Einschulung wird auch der bestens ausgebildete Blindenführhund zum
Versager, nichts wird funktionieren, man könnte meinen dass er
überhaupt nicht vernünftig ausgebildet ist. Die allgemeine Meinung,
"wenn der Blindenführhund gut ausgebildet ist hat er zu funktionieren",
ist ebenso falsch wie weit verbreitet.
Ein derartiger Unsinn hat schon zu viel Leid und Stress in der Ausbildung von
Führhunden geführt und ist ethisch nicht zu vertreten. Wenn auch bei
so manchen Prüfungen das Funktionieren des Hundes wie auf Knopfdruck
verlangt wird, so können wir das aus kynologisch vernünftigen
Gründen nicht für Gut heißen und müssen uns davon
distanzieren.
Der Führhund ist ein lebendiges Hilfsmittel mit Seele und durchaus auch
Verstand, aber auch innerhalb einer Rasse ist kein Hund wie der andere. Bei
verschiedenen Personen reagiert sogar ein und derselbe Hund anders. Wenn auch
die betreffende Person im Umgang mit Führhunden gut geschult ist, ist
es dem Hund nicht möglich sofort zu verstehen was von ihm verlangt wird.
Stress lässt die Leistung des Hundes sofort sinken oder wird zu
gänzlichem Versagen führen, wenn da nicht die Körpersprache des
Menschen unbewusst hilft. Das Chaos ist somit vorprogrammiert und wenn es dem
Hund nicht gelingt die Körpersprache richtig zu deuten und das länger
als zwanzig Minuten anhält kann er durch den erlebten Stress leicht einen
Nervenzusammenbruch erleiden. Ich meine, es steht nicht dafür einen Hund
durch derartige Maßnahmen wie Prüfung durch fremde Personen (blinde
Tester) zu quälen, zumal diese Art von Prüfung absolut nicht Aussage
drüben liefern kann ob, wie gut und wieweit der Führhund ausgebildet
ist.
Selbstverständlich ist der Hund ist in der Lage, auch auf ihm unbekannten
Wegstrecken zu führen, eben überall dort wo ihn sein blinder Mensch
einsetzen und kontrollieren kann. Aber wie soll das denn gehen ohne
räumliche Orientierungsmöglichkeit des Führhundehalters. Auch
wenn der Weg kurzfristig angesagt wird ergibt sich für den Halter
keinerlei Möglichkeit die notwendige Kontrolle zu wahren, ja nicht einmal
effizient und angemessen zu motivieren. Dies ist weder dem blinden sehr gut
eingeschulten Menschen und schon gar nicht der Testperson möglich.
Kein Führhund vermag eine generelle Orientierungslosigkeit des
Führhundehalters zu ersetzen, lediglich auszugleichen. Ohne eine
ungefähre Ortskenntnis des Blinden ist der beste Hund überfordert.
Auch wenn sehr viele Personen, Institutionen und auch Prüfer den
Kostenträgern glaubhaft machen wollen, dass es anders sein müsste.
Dies aber ist nur Wunschdenken um eigene Unzulänglichkeiten zu
verdrängen. Verständlich ist der Wunsch schon, den
Blindenführhund zu haben der alles rückhaltlos unabhängig von
den eigenen Fähigkeiten meistern kann.
Aus diesem Grund werden Prüfungen in der für den Führhundehalter
vertrauten Umgebung abgenommen. Nämlich in einer Umgebung, in welcher es
dem Menschen möglich ist seiner Mobilität gemäß
einigermaßen richtig zu agieren und zu reagieren.
Erfahrene Führhundehalter, Trainer und Prüfer wissen auch, wenn man
hunderte Male den ein- und denselben Weg mit dem Führhund läuft, ist
dieser doch immer ein anderer. Es ergeben sich andere bewegliche und
feststehende Hindernisse, man begegnet anderen Hunden und Passanten die
schon mal ablenken, oder warum weiss jedes Kind "einen Blindenführhund im
Dienst langt man nicht an".
Das weiss jeder, "und warum darf man das nicht?"
Weil er sich ablenken lässt, er ist halt keine Maschine. Der gute
Blindenführhund ist eben ein lebendiges Hilfsmittel mit Herz und
Seele. Für den blinden Menschen ist es nicht immer klar zu erkennen ob und
in welcher Form der Hund im Moment abgelenkt ist.
Da bleibt nur zu sagen "Führen lassen und nicht
stören."
Allgemeine Anforderungen an den
Blindenführhundehalter
Der Blindenführhund kann in keinem Fall als unbeseelter
Befehlsempfänger betrachtet werden.
Angeborene- oder Späterblindung bedeutet eine starke Einschränkung
der Mobilität und Orientierungsmöglichkeit gegenüber sehenden
Personen. Der nicht Sehende ist vor dem Gesetz jedoch ebenso voll
verantwortlich wie der nicht versehrte Mensch. Die Verantwortlichkeit des
Führhundes ist juristisch gesehen nicht existent, sie hat eher eine
ideologische Bedeutung. Obwohl der Führhundehalter sich vom Führhund
im gerechtfertigten Vertrauen führen lässt, liegt die
Verantwortlichkeit beispielsweise im Straßenverkehr uneingeschränkt
beim Menschen. Deswegen ist gerade der Einführungslehrgang für den
zukünftigen Führhundehalter unerlässlich und ausgesprochen
wichtig.
Ebenso wichtig sind die familiären Voraussetzungen, wenn ein Führhund
zu Hause einzieht. Die Unterstützung der Familie ist besonders in den
ersten Tagen und Wochen besonders wichtig, wenn auch die Unterstützung
weitgehendst auf eine ideelle Tätigkeit beschränkt sein wird.
Hier steht der Vertrauensgrundsatz an erster Stelle:
-
Wie der Trainer des Blindenführhundes zu sich selbst Vertrauen
haben muss, über seine Fähigkeiten den Hund vortrefflich
auszubilden,
-
der Instruktor Vertrauen haben muss, dass die Einschulung mit
dem anvertrauten zukünftigen Führhundehalter und den für die
Einschulung zugeteilten Blindenführhund einen optimalen Abschluss
erzielen wird,
-
so muss der Blindenführhundehalter Vertrauen zu sich selbst
haben, dass er die Fähigkeiten und Möglichkeiten erlernen wird,
seinen Führhund richtig einzusetzen, zu kontrollieren, zu motivieren und
zu korrigieren.