Mobilität
Mobilität
Mit dem Führhund mobilWeltweit mobil sein von Kontinent zu Kontinent,
die große Freiheit. Mehr Mobilität zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Reisen mit dem Flieger, alles das kann der Führhund erleichtern.
Zur Orientierung kann neben dem persönlichen Gedächtnis auch noch ein GPS hilfreich angewendet werden.
Wenn man allgemein von Mobilität spricht, reden wir normaler Weise vom Autofahren oder ähnlichem, für blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen ist es ein Fortbewegen mit zu Hilfenahme der verbliebenen Sinnesorgane und Hilfsmittel.
Das wohl flexibelste Hilfsmittel für viele blinde Menschen ist der Blindenführhund obgleich nicht für alle, nicht jeder möchte einen Hund und für ihn eine Verantwortung übernehmen.
Aber auch nicht für jeden ist ein Blindenführhund das richtige Hilfsmittel und nur durch eine gut fundierte Einschulung (den Einführungslehrgang) ist man in der Lage den Führhund überhaupt zu nutzen.
Mobilität ist auch weitläufig sehr unterschiedlich. Wir alle benutzen ein oder mehrere Hilfsmittel um uns fort zu bewegen. Blinde Menschen nutzen neben ihrer Restsinne den Langstock, Begleitpersonen oder um noch selbstständiger zu sein, den Führhund. Um Hilfsmittel nutzen zu können, benötigt man eine gute Schulung. Mobilitätstraining mit Langstock und zusätzlich Mobilitätstraining mit Blindenführhund. Einen so genannten Einführungslehrgang und das aber mit jedem Hund. Der Blindenführhund verschafft uns die Möglichkeit weitgehendst unabhängig und selbstständig mobil zu sein. Er erkennt frühzeitig Hindernisse, die ich mit meinen Sinnesorganen nicht erfassen kann, umgeht sie oder zeigt diese an.
Von zu Hause durch die Welt, in die große Freiheit.
Auch blinde Menschen haben weltweit das Bedürfnis nach Mobilität und Unabhängigkeit.
Weshalb mehr Mobilität?
Eine Erblindung oder eine hochgradige Sehbehinderung schränken die
Fähigkeit von uns Menschen sehr ein, Orientierung und Fortbewegung wird im
hohem Maße schwieriger, viele Dinge sind und bleiben unmöglich, aber
gerade der Blindenführhund als Hilfsmittel gleicht diese Art von Behinderung
sehr vortrefflich aus. Schwierigkeiten fangen bereits in der näheren Umgebung
an und werden aber mit der Teilnahme am Straßenverkehr so groß, dass
eine Abhängigkeit von der Hilfe anderer unerlässlich ist.Durch die Schulung mit seinem Führhund wird der blinde oder sehbehinderte Mensch in die Lage versetzen, sich als Verkehrsteilnehmer selbständig und zielsicher fortzubewegen. Die Inhalte einer solchen Schulung sind individuell gehalten. Jeder hat andere Bedürfnisse und Vorkenntnisse und eine unterschiedliche Orientierung und Mobilität.
Der Blindenführhund ist bei gutem Einsatz durch den Halter ein einzigartiges Hilfsmittel. Auch gerade in unsem technischen Zeitalter ist der Blindenführhund als Mobilitätshilfe die richtige Wahl um sich in seiner näheren und weiteren Umgebung wie Fußgängerzonen oder Straßenverkehr zu bewegen. Umso besser die Orientierung des Halters, umso einfacher ist es den Führhund einzusetzen und zu kontrollieren. Gerade bei dem heutigen Verkehrsaufkommen ist der Blindenführhund eine optimale Hilfe zur Mobilität von sehbehinderten und blinden Personen. Beim stressfreien Führen ist der Blindenführhund in der Lage nicht nur Hindernissen auszuweichen sondern auch Gefahrenzonen im Straßenverkehr zu erkennen und seinen Halter durch Anhalten oder Sperren und entsprechendes Ausweichen vor Schlimmen zu bewahren. Die Standardausbildung der Hunde zum Blindenführhund dauert bei uns ca. 9 Monate.
Beim Einführungslehrgang wie auch später im Alltag ist es besonders wichtig, dass man die Hörzeichen korrekt und für den Hund deutlich vernehmbar anwendet. Geschieht dies nicht kommt es zu Fehlverhalten des Führhundes, es erhöht den Stresspegel so sehr, dass es im Verlauf zum völligen Versagen führen kann. Gerät der Hund derart in Stress können Unfälle geschehen oder er verweigert das Weiterlaufen. Ein klares Zeichen, dass der Hund bei unsachgemäßer Handhabe durch den Halter schnell einer nervlichen Anspannung bis hin zur Überlastug erliegt. Die Einschulung ist das wichtigste Instrumentarium um die Kommunikation zweier artfremder Lebewesen, Mensch und Hund, harmonisch in Einklang zu bringen. Einschulung bedeutet erst einmal Gewöhnung an seinen neuen Halter und dessen genaue HÖZEICHENGEBUNG, sowie die Anpassung an Führ- und Ausweichbewegungen. Die richtige Deutung des Führverhaltens des Hundes ist sehr wichtig und durch nichts zu ersetzen. Eine Unterstützung durch effektive Motivation aber auch ausreichende Korrektur ist unerlässlich. Doch die kann der Halter dem Hund nur geben wenn ihm eine gute Orientierung möglich ist. Nur wenn dies alles ohne wenn und aber klappt ist der gut ausgebildete Führhund in der Lage zu führen und seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.
Die Bewegungen des Hundes werden mittels Führgeschirr an die Hand des Halters übermittelt wodurch diesem ermöglicht wird den Bewegungen des Hundes zu folgen und sich so den Laufbewegungen anzupassen. Wobei eine örtlich-räumliche Orientierungsmöglichkeit des Halters von Vorteil ist (in Stressbelastung und dadurch bedingter unkorrekter Hörzeichengebung und ohne Möglichkeit der Kontrolle des Führverhaltens wird der Hund wohl kaum vernünftig führen). Ohne Orientierungsmöglichkeit des Halters ist ein sicheres Laufen nur dann möglich wenn der Lauf möglichst ohne Stress und die Zusammenarbeit von Führhundehalter und Hund für beide sehr vertraut und geübt ist. Im anderen Fall ist ein sehr rasches Überlasten des Gespannes von beiden Seiten vorprogrammiert. Unsere Hunde erlernen während ihrer Ausbildung eine Reihe von Hörzeichen, es sind so an die 76. Damit kann nahezu jede Situation dem Führhund durch Anweisung unmissverständlich übermittelt werden. Ist das Gespann bereits gut eingespielt werden sie einander ergänzen, Bordsteinkanten, Treppen, Zebrastreifen. Lift und so weiter wird der Hund verlässlich anzeigen und der Halter kann sich rasch und ohne ihn zu stören orientieren. Erst jetzt sind Halter und Hund ein Team und bereit für eine Teamprüfung bzw. die Gespannprüfung und das bereits am Ende des Einführungslehrgangs und nicht erst nach Wochen oder gar Monaten. Unsere tierpsychologische, kynopädagogische humane Ausbildung erlaubt dem Hund ein Erfahrungslernen durch Positiver Verstärkung. Der auf diese Vorgabe geschulte Führhund bietet seinem Halter die meisten Vorteile, ein Leben ohne Stress für beide. Das Team profitiert so in physischer wie auch in psychischer Hinsicht, sie bleiben fit, gesund und ausgeglichen, der Alltag ist ein angenehmes Erleben und keine zusätzliche Belastung. Mit einem Blindenführhund aus unserer Schule werden täglich anfallende Besorgungen und Wege zu einem entspannten Ausflug. Ohne Einschulung wird auch der bestens ausgebildete Blindenführhund zum Versager. Nichts wird funktionieren, man könnte meinen, dass er überhaupt nicht vernünftig ausgebildet ist. Die allgemeine Meinung, "wenn der Blindenführhund gut ausgebildet ist hat er zu funktionieren", ist ebenso falsch wie weit verbreitet.
Ein derartiger Unsinn hat schon zu viel Leid und Stress in der Ausbildung von Führhunden geführt und ist ethisch nicht zu vertreten. An dieser Stelle soll angemerkt werden, dass man den Laien vom Fachmann dadurch unterscheiden kann, dass ein Fachmann keinesfalls die Meinung vertritt oder unterstützt, dass der Führhund aufgrund seiner Ausbildung sofort jeden führen kann. Der Führhund ist ein lebendiges Hilfsmittel mit Seele und durchaus auch Verstand, aber auch innerhalb einer Rasse ist kein Hund wie der andere. Bei verschiedenen Personen reagiert sogar ein und derselbe Hund anders.